Strategie

Wachstumsstrategie 2020

HUGO BOSS hat fünf Stellschrauben ermittelt, um ein rentables Wachstum zu gewährleisten. Dabei soll die Kernmarke BOSS mithilfe verschiedener Produkt-, Vertriebs- und Kommunikationsmaßnahmen aufgewertet werden. Die ursprünglich im Bereich Herrenmode angesiedelte Marke wird zunehmend in das Geschäft mit Damenbekleidung expandieren. Die eigene Einzelhandelssparte wird durch Omnichannel-Angebote weiter wachsen, und zwar sowohl im Online- als auch im Offline-Segment. Zudem will der Konzern für mehr regionale Ausgewogenheit sorgen und das außerhalb seines europäischen Heimatmarktes erzielte Umsatzvolumen erhöhen. Durch den Ausbau seiner operativen Stärken wird der Konzern eine solide Grundlage für die Umsetzung der verschiedenen Wachstumsinitiativen schaffen.

Aufwertung der Kernmarke BOSS

HUGO BOSS sieht Potenzial in der Erweiterung seines Luxusangebots, das seine historisch gewachsene Marktstellung im Premiumsegment ergänzt. Damit demonstriert die Marke ihre handwerkliche Kompetenz und generiert einen Halo-Effekt für das gesamte Unternehmen. In Anbetracht dessen wird zurzeit an einer Aufwertung der Kernmarke BOSS gearbeitet. Dies gilt vor allem für Märkte, in denen die Marke bislang überwiegend in einem Mehrmarken-Umfeld und durch ihr Angebot in Einsteigerpreislagen wahrgenommen wurde. Daher bietet HUGO BOSS seinen Kunden ein weltweit einheitliches Markenimage und ein umfassendes Produktsortiment, das bis ins High-End-Segment reicht. Der Konzern geht davon aus, dass sich die Umsätze der Marke BOSS im Luxusbereich bis 2020 in etwa verdoppeln und dann rund 20 % betragen werden. Gleichzeitig zieht sich BOSS nach und nach aus dem Einstiegspreissegment zurück, das künftig von HUGO und insbesondere BOSS Green angesprochen werden soll.

Die Aufwertung von BOSS spiegelt sich auch im Vertrieb des Konzerns wider. In den eigenen Stores wird die Kernmarke im Vergleich zu den anderen Markenkonzepten künftig einen noch größeren Raum einnehmen. Auch im Großhandelsgeschäft intensiviert der Konzern die Markenkontrolle: Die Partnerunternehmen sollen die Kernmarke BOSS künftig nur noch in einem Monobrand-Umfeld vertreiben, also im Rahmen von Shop-in-Shops.

Ausschöpfung des Markenpotenzials im Bereich der Damenmode

HUGO BOSS sieht gute Chancen, seine Marktposition im Bereich Damenmode auszubauen und seinen Erfolg im Vertrieb von Herrenbekleidung zu wiederholen. Der Konzern rechnet damit, den Umsatzanteil der Damenmode bis 2020 auf mindestens 15 % steigern zu können (2015: 11 %).

HUGO BOSS hat 2015 erneut Erfolge in der Damenmode erzielt. Grundlage waren inspirierende Modenschauen und attraktive neue Produkte. Die beiden Kollektionen, die im vergangenen Jahr von Jason Wu vorgestellt wurden, trugen eine unverwechselbare Design-Handschrift, die auch in Zukunft die BOSS Womenswear prägen wird. Die beeindruckenden Präsentationen während der New Yorker Fashion Week und die anschließende Medienresonanz bewirkten eine signifikante Steigerung der Markenbekanntheit und -wahrnehmung, die sich 2015 in einem Umsatzwachstum in mittlerer einstelliger Höhe widerspiegelte.

Wachstum des eigenen Einzelhandels online und offline durch Omnichannel-Ansatz

HUGO BOSS hat sein Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren weitgehend an die Erfordernisse seiner eigenen Einzelhandelssparte angepasst. Durch die Erweiterung dieses Vertriebskanals kann der Konzern seine Marken und Kollektionen optimal präsentieren und verkaufen, ohne sein etabliertes Großhandelsgeschäft aufzugeben. Durch die Forcierung seiner Omnichannel-Angebote trägt HUGO BOSS den zunehmenden Kundenansprüchen an eine kanalübergreifend nahtlose Einkaufs- und Markenerfahrung Rechnung. Der Konzern geht davon aus, dass der Umsatzanteil seines eigenen Einzelhandels durch Neueröffnungen, Produktivitätssteigerungen und Übernahmen bis 2020 auf mindestens 75 % ansteigen wird (2015: 60 %).

Der Konzern sieht gute Chancen, seine weltweite Marktdurchdringung durch die Eröffnung neuer Filialen und Shop-in-Shops zu erhöhen. Obwohl im Vergleich zu den Vorjahren eine Verlangsamung der Expansionsrate zu erwarten ist, wird der Konzern weiterhin neue Filialen an viel versprechenden Standorten eröffnen. Ferner wird zunehmend die Gelegenheit zur Renovierung bzw. Erweiterung erfolgreicher Stores genutzt, um deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern. Auch die eigenständige Führung von Shop-in-Shops, die derzeit noch von den Großhandelspartnern geleitet werden, ist ein geeignetes Mittel, um die Attraktivität der Markenpräsentation zu erhöhen und ein zusätzliches Umsatz- und Gewinnpotenzial zu erschließen.

In den letzten Jahren konnte HUGO BOSS seine Umsätze sowohl im stationären Einzelhandel als auch in seinem Online-Geschäft deutlich steigern. In Zukunft sollen diese beiden Kanäle enger miteinander verknüpft werden, um den Konsumenten ein nahtloses, integriertes Marken- und Einkaufserlebnis zu bieten.

Ausschöpfung globaler Wachstumspotenziale

Die Attraktivität seiner Marken und die frühe Erschließung ausländischer Märkte vor allem über Franchisepartner hat HUGO BOSS zu einer großen globalen Bekanntheit verholfen. Das Unternehmen sieht ein beträchtliches Potenzial, diese Markenwahrnehmung in den kommenden Jahren noch weitgehender als bisher kommerziell zu verwerten und vor allem in stark wachsende Märkte vorzudringen, in denen der Konzern noch relativ wenig vertreten ist.

Europa wird jedoch auch künftig der größte Absatzmarkt für den Konzern bleiben. Durch die Expansion seines eigenen Einzelhandels stärkt das Unternehmen die Homogenität und Wertigkeit seines globalen Markenauftritts. Neben dem Ausbau seiner Marktposition in traditionellen Kernmärkten wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Beneluxstaaten sieht das Unternehmen attraktive Wachstumschancen in Osteuropa (inklusive Russland) und dem Nahen Osten.

In Amerika wird HUGO BOSS mit einem modernen Design und schlanken Schnitten assoziiert. Zudem gilt die Marke als sehr zuverlässig in Bezug auf Passform und Qualität, ergänzt durch ein attraktives Werteversprechen. Im Großhandelsgeschäft konzentriert sich der Konzern auf die Vertiefung seiner Partnerschaften mit Einzelhändlern im gehobenen Marktsegment, um die Markenpräsentation zu optimieren und Rabattaktivitäten zu verringern. In diesem Zusammenhang stellt die Einführung von Shop-in-Shop-Formaten, teilweise auch in konzerneigener Verantwortung, einen wichtigen Stellhebel dar.

In Asien und insbesondere China investiert der Konzern in die Qualität seiner Einzelhandelspräsenz und seine Markenwahrnehmung. Neben der Renovierung bestehender Filialen und vereinzelten Schließungen unterstreicht die zunehmende Angleichung der Verkaufspreise an das Niveau in Europa und Amerika das positive Werteversprechen der Marke und fördert das Verbrauchervertrauen. In seiner Kommunikationsarbeit betont HUGO BOSS den Markenkern in der Herrenkonfektion, deren Umsatzanteil in Asien noch deutlich niedriger ist als in anderen Regionen. Ein weiteres attraktives Geschäftspotenzial wurde auch in der Sport- und Damenbekleidung erkannt, die sich an die schnell wachsende Zielgruppe modeaffiner, berufstätiger Frauen richtet.

Ausbau der operativen Stärke

HUGO BOSS folgt dem Grundsatz, alle geschäftskritischen Abläufe in eigener Hand zu behalten. Dank seiner leistungsfähigen betrieblichen Prozesse ist das Unternehmen in der Lage, hochwertige Produkte in großen Stückzahlen effizient, schnell und im industriellen Maßstab zu entwickeln, zu beschaffen, zu produzieren und auszuliefern. Auf diese Weise kann sich HUGO BOSS durch die rasche Reaktion auf Marktveränderungen, ein vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis und hohe Liefertreue von der Konkurrenz differenzieren. Der Konzern legt seinen Fokus weiterhin auf die Optimierung operativer Prozesse entsprechend der Anforderungen des eigenen Einzelhandels.

HUGO BOSS hat den Prozess der Produktgestaltung und -entwicklung auch organisatorisch eng mit der industriellen Fertigung und dem Einkauf verzahnt. Die Nutzung eigener Produktionsstätten sichert dem Unternehmen kritisches Know-how und ermöglicht die konsequente Ausrichtung der Entwicklungsarbeit auf die anschließende industrielle Fertigung. Eine weltweit einheitliche, leistungsfähige IT-Infrastruktur auf SAP-Basis unterstützt wirkungsvoll die operativen Prozesse sämtlicher Ressorts und schafft die notwendige Transparenz für unternehmerische Entscheidungen.

Der Konzern hat in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um seine logistischen Abläufe entsprechend der Veränderung seines Geschäftsmodells zu optimieren. Neben dem Bau eines neuen europäischen Vertriebszentrums für Liegeware im Jahr 2014 war die erfolgreiche Eingliederung der Online-Auftragsabwicklung Anfang 2016 ein Meilenstein für das Omnichannel-Angebot in Europa.

Kontakt

HUGO BOSS AG
Experience
Dieselstrasse 12
72555 Metzingen
Deutschland

HUGO BOSS AG
Reklamation
Dieselstrasse 12
72555 Metzingen
Deutschland

HUGO BOSS AG
Sonstiges
Dieselstrasse 12
72555 Metzingen
Deutschland

HUGO BOSS AG
Sponsoring
Dieselstrasse 12
72555 Metzingen
Deutschland

HUGO BOSS AG
Presse
Dieselstrasse 12
72555 Metzingen
Deutschland

HUGO BOSS AG
Lieferant
Dieselstrasse 12
72555 Metzingen
Deutschland

HUGO BOSS AG
Investor Relations
Dieselstrasse 12
72555 Metzingen
Deutschland

HUGO BOSS AG
Produkt
Dieselstrasse 12
72555 Metzingen
Deutschland

HUGO BOSS AG
Made to Measure
Dieselstrasse 12
72555 Metzingen
Deutschland

HUGO BOSS AG
Corporate Responsibility
Dieselstrasse 12
72555 Metzingen
Deutschland

HUGO BOSS AG
Datenschutz
Dieselstrasse 12
72555 Metzingen
Deutschland

HUGO BOSS AG
Jobs/Karriere
Dieselstrasse 12
72555 Metzingen
Deutschland

Investor Relations Newsletter abonnieren

Aktienticker

Connect With Us
Kontakt

HUGO BOSS AG
Dieselstraße 12
72555 Metzingen

Telefon: +49 7123 94-0
Fax: +49 7123 94-80259

Follow us on:
Legal Information

© 2017 HUGO BOSS
All rights reserved