Stakeholder Engagement

Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit hat HUGO BOSS über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg viele Berührungspunkte mit unterschiedlichen Stakeholdergruppen. Sich den Erwartungen seiner wichtigsten Stakeholder zu stellen, unterschiedliche Anforderungen zu erörtern und gemeinsam über Herausforderungen und mögliche Lösungswege zu diskutieren, versteht HUGO BOSS als geschäftsrelevante Notwendigkeit und als Chance, um für Gesellschaft und Unternehmen gleichermaßen einen Mehrwert zu schaffen.

Als Teil der Stakeholder Management Aktivitäten führt HUGO BOSS Analysen seiner relevantesten Stakeholder durch, kategorisiert und priorisiert sie. Die Analysen werden bei der Planung zukünftiger Aktivitäten mit in Betracht gezogen. Zu den wichtigsten Stakeholdergruppen zählen Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner, Aktionäre und Investoren, Nichtregierungsorganisationen, Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sowie der Gesellschaft (siehe Stakeholdermatrix). Weitere Informationen sind dem Stakeholder Engagement Leitfaden zu entnehmen (siehe Downloads).

Bei der Entwicklung und Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsstrategie setzt HUGO BOSS ebenfalls auf den Dialog und die Zusammenarbeit mit seinen Stakeholdern. So hat das Unternehmen im Jahr 2017 seine Wesentlichkeitsanalyse umfassend aktualisiert. Die Analyse bestand unter anderem aus einer anonymen Online-Umfrage mit internen und externen Stakeholdern und einer Validierung der Ergebnisse im Rahmen des internationalen Stakeholder Dialogs. 

Das Unternehmen steht kontinuierlich im direkten Austausch mit seinen Stakeholdern. Der Dialog mit bestehenden Partnern, wie beispielsweise wissenschaftliche Institutionen oder branchenübergreifenden Initiativen, sowie die Kooperation mit Nichtregierungs- und Tier- und Artenschutzorganisationen, wird dabei stetig vertieft. Darüber hinaus steht das Unternehmen im regelmäßigen Kontakt mit seinen Kunden, Menschenrechts- und Verbraucherschutzvereinigungen und den Medien. Sobald das Unternehmen mit seinen Aktivitäten und Projekten Einfluss auf gesellschaftliche und ökologische Aspekte hat, ist HUGO BOSS bemüht, den offenen und konstruktiven Austausch mit den beteiligten Parteien zu suchen. Die Teilnahme an Multi-Stakeholder-Initiativen wird kontinuierlich ausgebaut.

Seit dem Jahr 2016 lädt HUGO BOSS jährlich zum internationalen „Bad Urach Dialog“ ein. An zwei Tagen kommen Vertreter verschiedener Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaftsvertreter, Experten für die Lieferkette, Wissenschaftler und Partner mit dem Management von HUGO BOSS zusammen und diskutieren offen über wesentliche Themen im Bereich Nachhaltigkeit. Bei den ersten beiden Dialogen erhielt das Unternehmen viele neue Impulse und auch Bestätigung für das, was bereits umgesetzt wird. Der Stakeholder Dialog wird auch zukünftig regelmäßig organisiert. 

Das Unternehmen steht für eine offene und konstruktive Dialogkultur – insbesondere mit seinen Mitarbeitern. Der kontinuierliche Austausch zwischen den Mitarbeitern und dem Vorstand wird bei HUGO BOSS durch zahlreiche Dialogformate aktiv gefördert. Auch bei der Analyse und Diskussion der strategisch wesentlichen Themen, mit Zukunftsrelevanz für das Unternehmen, werden Mitarbeitervertreter involviert. Im Jahr 2017 wurde zudem die interne Veranstaltungsreihe “Thinking Beyond – Acting to the Point” ins Leben gerufen. Sie ersetzt die Nachhaltigkeitstage, die seit 2015 einmal im Jahr durchgeführt wurden. Die neu eingeführte Nachhaltigkeitsreihe ermöglicht es den Mitarbeitern, über das Jahr hinweg ein tieferes Verständnis für verschiedene Nachhaltigkeitsthemen bei HUGO BOSS zu entwickeln. In verschiedenen Formaten berichteten interne und externe Experten sowie Lieferanten von HUGO BOSS über ihre Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit und beantworteten Fragen aus dem Publikum. Ziel der Eventreihe ist es, das Bewusstsein und die Kreativität der Mitarbeiter rund um das Thema Nachhaltigkeit zu fördern. 

Sich für die Gesellschaft einzubringen und einen konkreten Mehrwert für sie zu leisten ist ein fester Bestandteil der unternehmerischen Verantwortung bei HUGO BOSS. Im Jahr 2017 unterstützte HUGO BOSS in diesem Zusammenhang die „Communia“ Bürgerstiftung für bezahlbaren Wohnraum in Metzingen. Die Stiftung wurde 2016 gegründet und verfolgt das Ziel, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Metzingen als Gemeinschaftsaufgabe in der Stadtgesellschaft zu verankern. Damit leistet HUGO BOSS einen Beitrag zur Entwicklung der lokalen Gemeinschaft an seinem Firmensitz. 

Der offene und vertrauensvolle Austausch mit strategischen Lieferanten hat bei HUGO BOSS ebenfalls Tradition. Seit mehreren Jahren organisiert das Unternehmen regelmäßig stattfindende HUGO BOSS Supplier Days, zu welchen strategische Lieferanten eingeladen werden. Ziel der Supplier Days ist es, die Partner über relevante Zielsetzungen und Maßnahmen von HUGO BOSS zu informieren, gemeinsam Entwicklungen in der Lieferkette voranzutreiben und die Partnerschaft durch Austausch zu stärken. Darüber hinaus teilen externe Sprecher ihre Expertise zu relevanten aktuellen Themen wie beispielsweise Digitalisierung, um die Teilnehmer zur eigenen Weiterentwicklung anzuregen. Beim HUGO BOSS Supplier Day 2017 lag der Fokus beispielsweise auf der digitalen Transformation und dem gemeinsamen Entwicklungsprozess hin zu einer transparenteren Lieferkette. Zu diesen Themen wurden Präsentationen seitens HUGO BOSS, der teilnehmenden Lieferanten sowie von externen Sprechern gehalten und diskutiert. Zudem wurden in einem gemeinsamen Workshop die Mindestanforderungen für ein sogenanntes Governance Model definiert. Dieses stellt ein Rahmenwerk für Lieferanten hinsichtlich der eigenen Verantwortung in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte in ihrer Lieferkette dar und bietet die Grundlage für eine erhöhte Transparenz. Bis 2020 müssen alle strategischen Lieferanten von HUGO BOSS ein solches Governance Model für ihre Lieferkette umgesetzt haben. Auch an unserem Standort in Ticino (Schweiz) haben wir Anfang des Jahres 2018 einen ersten Supplier Day organisiert. Unter dem Motto „Innovate the way WE collaborate“ wurden die teilnehmenden Partner umfassend über die HUGO BOSS Unternehmensziele, Nachhaltigkeit und Innovation informiert. Externe Sprecher gaben darüber hinaus Einblicke zu digitalen Entwicklungsmöglichkeiten in der Fertigung, mit dem Ziel die teilnehmenden Lieferanten zur Umsetzung neuer Technologien und Trends zu inspirieren.

Darüber hinaus findet am konzerneigenen Produktionsstandort in Izmir seit 2005 der jährliche „Operational Excellence Day“ Izmir statt. Die sogenannten OPEX Days bieten eine Plattform für den offenen Austausch von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Im Jahr 2016 haben sich knapp 300 Personen aus verschiedenen Stakeholdergruppen bei HUGO BOSS getroffen, um sich unter dem Motto „SMART WORLD, SMARTER BUSINESS, On the Way to Industry 4.0“ zu Innovations- und Nachhaltigkeitsthemen auszutauschen.

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