Naturkapitalbewertung

HUGO BOSS ist sich dem verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen bewusst, um ein langfristiges, nachhaltiges Wirtschaften zu garantieren. In firmenübergreifenden Initiativen wie dem "2020 Circular Fashion System Commitment" der Global Fashion Agenda, der Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC), der Better Cotton Initiative (BCI) und der „Platform for Fashion and Climate Action“ der United Nations Framework Convention on Climate Change sowie weiteren Zusammenschlüssen wird aktiv an der Verminderung von Umwelteinflüssen gearbeitet.

Um nachhaltige, innovative Lösungen zu entwickeln, ist es essenziell, fundiertes Wissen bezüglich der spezifischen Umwelteinflüsse über den gesamten Lebenszyklus der hergestellten Produkte zu erlangen. Aus diesem Grund begann HUGO BOSS 2009 die Umwelteinflüsse der verschiedenen Produktkategorien im Zuge von Lebenszyklusanalysen zu ermitteln. Diese wurden bereits für alle HUGO BOSS Produktkategorien realisiert. Auch wenn die Lebenszyklusanalyse die geläufigste Methode zur Erfassung von Umwelteinflüssen ist, stellt sie für HUGO BOSS und die Wettbewerber weiterhin eine Herausforderung dar. Dies ist bedingt durch die Schwierigkeit, Daten entlang der komplexen Wertschöpfungskette verlässlich zu erheben.

Um dieser Komplexität zu begegnen, hat HUGO BOSS gemeinsam mit Quantis, einer Beratungsfirma für nachhaltiges Wirtschaften mit Schwerpunkt auf Lebenszyklusanalysen und weiteren Partnern, die World Apparel & Footwear Life Cycle Assessment Database (WALDB) gegründet. In dieser wurden bereits mehr als 300 Datensätze über ökologische Auswirkungen von Bekleidungsprodukten und Schuhen gesammelt. Diese basieren auf Primärdaten der teilnehmenden Partner sowie wissenschaftlichen Studien und werden kontinuierlich erweitert. Die große Datenbasis ermöglicht es, verlässliche und qualitativ hochwertige Lebenszyklusanalysen zu erstellen. Zudem lassen sich hieraus die identifizierten Umwelteinflüsse (bspw. die Wasser- oder Landnutzung und die CO2 Emissionen) der unterschiedlichen Produktionsprozesse ableiten und darstellen. Der direkte Vergleich des Ausmaßes dieser Umwelteinflüsse und ein damit einhergehendes Ranking der Umwelteinflüsse ist allerdings nur bedingt möglich. Ursächlich hierfür sind die unterschiedlichen Einheiten der verschiedenen Umwelteinflusse – wie beispielsweise kg (CO2 Emissionen) oder m2 (Landnutzung).

Um dennoch eine Vergleichbarkeit der Umwelteinflüsse zu ermöglichen, verwendet HUGO BOSS seit 2016 das sogenannte „Natural Capital Protocol“ – ein Rahmenwerk des Multistakeholder-Forums Natural Capital Coalition. Dieses ermöglicht es, die auf Basis der Lebenszyklusanalysen erhobenen Umweltauswirkungen in monetäre Werte zu übersetzen und dadurch vergleichbar zu machen (siehe hierzu das erste White Paper im Downloadbereich). Auf diese Weise können die relevantesten Umwelteinflüsse und ihre Ursprünge – sowohl für die Wertschöpfungskette von HUGO BOSS als Gesamtes (siehe nachfolgende Grafik) als auch für einzelne Produkte (siehe Details in den Whitepapers) – identifiziert werden und basierend darauf geeignete Strategien entwickelt werden.

Baumwolle weist über die gesamte HUGO BOSS Wertschöpfungskette gesehen die höchsten Umweltauswirkungen auf. Speziell im ersten Schritt, der Rohstoffgewinnung, ist sie für den Großteil der Umweltauswirkungen verantwortlich und gilt dementsprechend als sogenannter Hotspot. Dies liegt daran, dass Baumwolle mit einem Anteil von 50% in den HUGO BOSS Produkten das am häufigsten verwendete Material ist und beim Anbau einen relativ hohen Wasserverbrauch sowie Chemikalienbedarf aufweist.

Der HUGO BOSS Baumwollleitfaden zeigt im Detail die Herausforderung des Anbaus von nachhaltiger, qualitativ hochwertiger Baumwolle. Um den Anteil nachhaltiger Baumwolle in seinen Produkten kontinuierlich zu erhöhen, ist HUGO BOSS im Jahr 2017 der Better Cotton Initiative (BCI) beigetreten. Die quantitativen Ziele von HUGO BOSS bis 2020 in Bezug auf den Einsatz von nachhaltiger Baumwolle können Sie hier nachlesen.

Insgesamt weisen die Nassverfahren durch den hohen Einsatz von Energie, Wasser und Chemikalien beim Bleichen, Färben und Waschen sowie Gerben von Leder die höchsten ökologischen Auswirkungen der Wertschöpfungskette auf. Diese beziehen sich insbesondere auf den Klimawandel (43% der Auswirkungen der gesamten Wertschöpfungskette) und die menschliche Gesundheit (39% der Auswirkungen der gesamten Wertschöpfungskette). Um diese Auswirkungen der chemischen Prozesse in den Nassverfahren weiter zu reduzieren, ist HUGO BOSS der Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC) Initiative sowie der Leather Working Group (LWG) beigetreten. Beide Initiativen bieten professionelle Trainings für einen optimierten Umgang mit Chemikalien und den Einsatz neuer innovativer Methoden.

Zur Verringerung der Auswirkungen in den Trockenverfahren, die das Spinnen, Stricken beziehungsweise Weben und die Konfektion beinhalten, wendet HUGO BOSS das GSCP Environmental Performance Program (siehe HUGO BOSS Umweltprogramm) an. Es enthält spezifische Vorgaben für Umweltmanagement-Systeme, Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien an den Produktionsstandorten, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Auch in den weiteren Schritten der Wertschöpfungskette, die nicht unmittelbar mit dem Produkt zusammenhängen (Logistik, Administration und eigener Einzelhandel), unternimmt HUGO BOSS Anstrengungen, um die ökologischen Auswirkungen zu verringern. Weitere Informationen dazu können Sie im Bereich Umwelt nachlesen.

Die Forschungsarbeiten zum Thema Naturkapitalbewertung wurden in drei so genannten White Papers veröffentlicht. Diese enthalten eine detaillierte Darstellung der Methode (im ersten White Paper) und die Ergebnisse für all unsere Produktgruppen (im ersten, zweiten und dritten White Paper). Darüber hinaus wurden im dritten White Paper die Auswirkungen der HUGO BOSS Wertschöpfungskette auf den Klimawandel vertieft. Darauf aufbauend wurden wichtige Design- und Beschaffungsgrundsätze für ein kohlenstoffarmes Modeprodukt zusammengefasst (siehe Downloads).

In Zusammenarbeit mit dem informellen, sektorübergreifenden Impact Valuation Roundtable (IVR) und weiteren Partnern und hat HUGO BOSS begonnen, dieses Vorgehen auf soziale und ökonomische Faktoren auszuweiten. Damit soll eine ganzheitliche Bewertung der verschiedenen Einflüsse (Impact Valuation) erzielt und unser Ansatz der Impact Valuation in Bezug auf alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Soziales und Ökonomie – weiter optimiert werden.

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