12. März 2015

HUGO BOSS erwartet trotz unsicherem Marktumfeld solides Umsatz- und Ergebniswachstum im Jahr 2015

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Pressemitteilung

HUGO BOSS Jahresergebnisse 2014

HUGO BOSS erwartet trotz unsicherem Marktumfeld solides Umsatz- und Ergebniswachstum im Jahr 2015

  • Verbesserung von Umsatz und Ergebnis im Jahr 2014
  • Dividendenerhöhung um 8% auf 3,62 EUR je Aktie vorgeschlagen
  • Konzernumsatz soll 2015 währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich zulegen
  • EBITDA-Wachstum zwischen 5% und 7% erwartet

Metzingen, 12. März 2015. HUGO BOSS hat im vergangenen Geschäftsjahr neue Bestwerte bei Umsatz und Ergebnis realisiert. Die gegen Jahresende vor allem in Europa spürbare Markteintrübung belastet allerdings auch noch den Start in das neue Geschäftsjahr. Trotzdem erwartet HUGO BOSS in 2015 ein solides Wachstum. Der Konzernumsatz soll währungsbereinigt um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigen, für das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten) wird ein Zuwachs von 5% bis 7% erwartet.

„HUGO BOSS hat sich im vergangenen Jahr in einem anspruchsvollen Marktumfeld gut geschlagen“, so Claus-Dietrich Lahrs, Vorstandsvorsitzender der HUGO BOSS AG anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Metzingen. „Wir haben unsere Strategie gezielt weiterentwickelt und geschärft. Unsere Marktposition im Luxusbereich und in der Womenswear werden wir weiter ausbauen und mit dem Angebot von Omnichannel-Services den eigenen Einzelhandel stärken. Ich bin daher zuversichtlich, dass wir auch in diesem Jahr dem konjunkturellen Gegenwind trotzen werden. Die Wachstumsaussichten von HUGO BOSS sind auch für die kommenden Jahre exzellent.“

Operative Marge verbessert sich im vierten Quartal

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres hat HUGO BOSS die um Wechselkurseffekte bereinigten Umsatzerlöse um 3% gesteigert. In Euro entspricht dies einem Plus von 5% auf 684 Mio. EUR (Q4 2013: 649 Mio. EUR). In Europa (+4%) und Asien (+5%) entwickelte sich der Umsatz auf währungsbereinigter Basis besser als der Konzerndurchschnitt. In Amerika betrug der Zuwachs 1%.

Der Umsatz im eigenen Einzelhandel (inklusive Outlets und Online-Geschäft) lag im vierten Quartal währungsbereinigt um 6% über Vorjahr. Auf vergleichbarer Fläche blieb der Umsatz in den eigenen Einzelhandelsgeschäften unverändert. Der Großhandelsbereich entwickelte sich im Vorjahresvergleich vor Währungseffekten stabil.

Die Rohertragsmarge ging vor dem Hintergrund einer hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr zurück. Aufgrund gestiegener Rabatte im eigenen Einzelhandel sank die Rohertragsmarge um 80 Basispunkte auf 68,2% (Q4 2013: 69,0%). Dank des Umsatzwachstums und eines disziplinierten Kostenmanagements legte das EBITDA vor Sondereffekten dennoch um 6% auf 167 Mio. EUR zu (Q4 2013: 157 Mio. EUR). Damit erhöhte sich die bereinigte EBITDA-Marge im vierten Quartal um 30 Basispunkte auf 24,5% (Q4 2013: 24,2%). Sondereffekte in Höhe von 16 Mio. EUR (Q4 2013: 0 Mio. EUR) resultierten vor allem aus der vorzeitigen Vertragsauflösung mit einem Handelsagenten im Nahen Osten und der geplanten Schließung des Produktionsstandorts in Cleveland (Ohio), USA. Der auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Konzerngewinn lag mit 75 Mio. EUR um 11% unter dem Vorjahreswert (Q4 2013: 84 Mio. EUR).

Eigener Einzelhandel wichtigster Wachstumstreiber in 2014

Im Gesamtjahr 2014 wurde die positive Entwicklung des Konzerns von allen Regionen getragen. Insgesamt erhöhte sich der währungsbereinigte Konzernumsatz um 6%. In Berichtswährung stiegen die Umsatzerlöse ebenfalls um 6% auf 2.572 Mio. EUR (2013: 2.432 Mio. EUR). Unterstützt von einem zweistelligen Zuwachs in Großbritannien und Wachstum in fast allen Märkten der Region legte Europa um 7% zu. In der Region Amerika stieg der Umsatz um 4% auf währungsbereinigter Basis. Die Region Asien/Pazifik verzeichnete dank Marktanteilsgewinnen in China und robustem Wachstum in den restlichen Märkten einen um Wechselkurseffekte bereinigten Umsatzanstieg von 7%.

Der Umsatz des eigenen Einzelhandels lag im Gesamtjahr auf währungsbereinigter Basis um 12% über dem Wert des Vorjahres. Flächen- und währungsbereinigt belief sich der Zuwachs auf 3%. Das Netz eigener Einzelhandelsgeschäfte wurde im Jahresverlauf um netto 31 auf 1.041 Standorte ausgebaut (2013: 1.010). Der über den Großhandel erwirtschaftete Umsatz ging vor Währungseffekten um 1% zurück.

Das Womenswear-Geschäft legte im Gesamtjahr besonders kräftig zu. Insgesamt stieg der Umsatz in diesem Bereich um 10% auf 289 Mio. EUR (2013: 263 Mio. EUR). Währungsbereinigt entsprach dies einem Zuwachs von 11%. Der Umsatz der von Artistic Director Jason Wu verantworteten BOSS Womenswear lag ohne Währungseffekte sogar um 18% über Vorjahr.

Das überdurchschnittliche Umsatzwachstum des eigenen Einzelhandels sowie geringere Preisnachlässe in diesem Vertriebskanal führten zu einem Anstieg der Rohertragsmarge von 120 Basispunkten auf 66,1% (2013: 64,9%). Trotz der mit dem Ausbau des eigenen Einzelhandels verbundenen höheren Vertriebsaufwendungen und des gestiegenen Marketingaufwands legte das EBITDA vor Sondereffekten um 5% auf 591 Mio. EUR zu (2013: 565 Mio. EUR). Die bereinigte EBITDA-Marge ging allerdings um 20 Basispunkte auf 23,0% zurück (2013: 23,2%). Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn lag mit 333 Mio. EUR um 1% über dem Vorjahreswert (2013: 329 Mio. EUR).

Weiterer Abbau der Nettoverschuldung

HUGO BOSS hat im Geschäftsjahr 2014 den Free Cashflow deutlich gesteigert und damit die Verschuldung weiter verringert. Der Free Cashflow verbesserte sich um 17% auf 268 Mio. EUR (2013: 230 Mio. EUR). Ursächlich hierfür war vor allem ein Rückgang der Investitionen auf 135 Mio. EUR (2013: 185 Mio. EUR). Der Vorjahreswert war von Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Liegewarenlagers beeinflusst. Die Nettoverschuldung sank damit auf 36 Mio. EUR (2013: 57 Mio. EUR). Das durchschnittliche kurzfristige operative Nettovermögen stieg um 16% auf 503 Mio. EUR (2013: 432 Mio. EUR). Der Anstieg der Vorräte verlangsamte sich gegenüber dem bisherigen Jahresverlauf auf 15% in Euro beziehungsweise 8% in lokalen Währungen am Jahresende.

Dividende je Aktie steigt stärker als Konzerngewinn

Vorstand und Aufsichtsrat der HUGO BOSS AG haben beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividendenerhöhung um 8% auf 3,62 EUR (2013: 3,34 EUR) vorzuschlagen. Der Vorschlag berücksichtigt die Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr einschließlich der nicht zahlungswirksamen Sondereffekte, die bilanzielle Stärke der Gesellschaft sowie den Ausblick auf 2015. Er entspricht einer Ausschüttungsquote von 75% des auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Konzerngewinns (2013: 70%).

Management erwartet für 2015 solides Umsatz- und Ergebniswachstum

HUGO BOSS plant, den Umsatz im Jahr 2015 währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich zu steigern. Hierzu werden voraussichtlich alle Regionen beitragen. Im eigenen Einzelhandel rechnet der Konzern abermals mit einem im Vergleich zum Gesamtkonzern überdurchschnittlichen Zuwachs. Auch auf vergleichbarer Fläche wird ein höherer Umsatz erwartet. Neben der Eröffnung von rund 50 neuen Geschäften werden Übernahmen zum weiteren Wachstum in diesem Vertriebskanal beitragen. Der Umsatz im Großhandelsbereich wird sich vor allem aufgrund von Umsatzverschiebungen infolge von Übernahmen leicht rückläufig entwickeln. Für das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten) ist eine Steigerung zwischen 5% und 7% geplant. Der Investitionsaufwand soll zwischen 200 Mio. EUR und 220 Mio. EUR liegen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist neben höheren Aufwendungen für den eigenen Einzelhandel unter anderem auf Maßnahmen zur Implementierung von Omnichannel-Services und den Ausbau des Produktionsstandorts in der Türkei zurückzuführen.

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