
Bei synthetischen Materialien werden bei HUGO BOSS vor allem Polyester und Polyamide eingesetzt. Diese finden insbesondere Verwendung in funktionalen Produkten wie Jacken und Sportbekleidung, da sie feuchtigkeitsbeständig sind und eine hohe Flexibilität aufweisen. Im Jahr 2025 machte der Anteil von Polyester und Polyamide rund 18% aller verwendeten Materialien bei HUGO BOSS aus. Wir arbeiten kontinuierlichen daran, diesen Anteil zu reduzieren.
Synthetische Materialien wie Polyester und Polyamide werden aus nicht erneuerbaren Ressourcen wie Erdöl und Erdgas hergestellt. Ihre Produktion ist in der Regel energieintensiv und kann – abhängig von der jeweiligen Energiequelle – zu höheren CO₂‑Emissionen beitragen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass während der Produktion sowie Nutzung Mikroplastik entsteht, welches Wasser verschmutzen und damit Ökosysteme belasten kann.
* Zusammenfassung eigener Auswertungen verfügbarer Studien und Fachliteratur
Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 100% unseres Polyesters und Polyamids aus bevorzugten Quellen* (*nach der HUGO BOSS Materialstrategie) zu beziehen. Dies beinhaltet textile-to-textile recyceltes Polyester und Polyamide, um die Nutzung nicht erneuerbarer Ressourcen zu reduzieren. Im Jahr 2025 wurde 14% unseres Polyesters und Polyamids aus bevorzugten Quellen bezogen. Darüber hinaus verfolgen wir das Ziel, die Gesamtnutzung von Polyester und Polyamiden langfristig zu reduzieren.
Für textile-to-textile recycelten Materialien verlangen wir zusätzlich Zertifizierungen wie den Global Recycled Standard (GRS) oder den Recycled Claim Standard (RCS).
Ein Beispiel dafür ist unser recyceltes Polyestergarn NovaPoly, welches wir gemeinsam mit Jiaren Chemical Recycling und NBC LLC entwickelt haben. NovaPoly wird aus Textilabfällen hergestellt und enthält einen Zusatzstoff, der die Zersetzung der Faser in bestimmten, aktiv anaeroben mikrobiellen Umgebungen beschleunigen kann. Die Leistungsfähigkeit dieses Ansatzes wird anhand standardisierter Testverfahren unter klar definierten Bedingungen überprüft.
Zudem sind wir kontinuierlich auf der Suche nach innovativen, alternativen Materialien. Ein Beispiel ist hier unsere strategische Partnerschaft mit AeoniQ. Zur Herstellung von AeoniQ werden Zellulosefasern eingesetzt, die eine Alternative zu erdölbasierten synthetischen Fasern darstellen. Der Einsatz solcher Alternativen kann dazu beitragen, das potenzielle Risiko von Mikroplastikfasern aus synthetischen Materialien zu verringern. Partnerschaften wie diese sind für uns wichtig, um den Anteil konventioneller synthetischer Fasern in unserem Sortiment perspektivisch zu reduzieren.