HUGO BOSS ist einer der Unterzeichner der 2018 ins Leben gerufenen Fashion Industry Charter for Climate Action unter der Schirmherrschaft der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC). Im Rahmen der Charter strebt HUGO BOSS gemeinsam mit anderen Unternehmen der Modeindustrie nach "Netto-Null“ klimaschädlichen Emissionen bis zum Jahr 2050. Um das Ziel zu erreichen, setzen wir sowohl in unserem eigenen Verantwortungsbereich als auch in der gesamten Wertschöpfungskette entsprechende Maßnahmen um. Das Engagement bei unseren Lieferanten ist besonders wichtig, da dort der größte Teil der CO2- Emissionen entsteht. Darüber hinaus verpflichten wir uns als UNFCCC-Unterzeichner bei unseren Tier 1 und Tier 2 Lieferanten zu einem möglichst baldigen Ausstieg aus der Nutzung von Kohle, spätestens jedoch bis 2030. Unsere Maßnahmen kommunizieren wir transparent und lassen diese auch von externen Stakeholdern wie etwa dem CDP bewerten.
Bis zum Jahr 2050 will HUGO BOSS seine Emissionen (Scope 1-3) um mindestens 90% reduzieren - und wo nicht anders möglich kompensieren. Um das zu erreichen, haben wir uns konkrete Maßnahmen vorgenommen, was in unserem Klimatransitionsplan zusammengefasst ist.
Aktueller Status (2025) Scope 1-3: 14% Reduktion (im Vergleich zu 2024)
Wir werden unsere Maßnahmen weiter intensivieren. Dazu zählt eine noch engere Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, da in der Lieferkette die meisten CO2-Emissionen entstehen.
HUGO BOSS hat sich zum Ziel gesetzt, die Scope 1 und Scope 2 Emissionen (kraftstoff- und energiebedingt) um mindestens 50% bis 2030 zu senken (im Vergleich zu 2024).
Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, die Installation von Photovoltaikanlagen sowie die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen sind zentrale Hebel, um dieses Ziel zu erreichen. Weitere Informationen sind unserem Klimatransitionsplan zu entnehmen.
Aktueller Status (2025) Scope 1+2 : Reduktion von 19% (im Vergleich zu 2024)
| 2025 | 2024 | |
| Scope 1 & 2 Emissionen Gesamt [tCO2e/y] | 20.594 | 25.520 |
| Veränderungen im Verglich zum Basisjahr 2024 (in %) | -19 |
Die Scope 3-Emissionen machen rund 97% der Emissionen in unserer gesamten Wertschöpfungskette aus. Deshalb arbeiten wir daran, unsere Lieferanten in den Strategieprozess einzubinden und dazu zu befähigen, ihren eigenen Beitrag zur Reduktion der Emissionen zu leisten. Außerdem optimieren wir Transportflüsse in enger Zusammenarbeit mit unseren ausführenden Transportdienstleistern, um so unsere transportbedingten Emissionen zu senken. Weitere Informationen sind unserem Klimatransitionsplan zu entnehmen.
Aktueller Status (2025) Scope 3 (Kategorie 1&4): Reduktion von 15% (im Vergleich zu 2024)
| 2025 | 2024 | |
| Scope 3 (Kategorien 1&4) Emissionen Gesamt [tCO2e/y] | 595.917 | 697.735 |
| Veränderungen im Verglich zum Basisjahr 2018 (in %) | -15 |
HUGO BOSS hat im Jahr 2025 seine Methodik zur Berechnung der Scope 3 Emissionen weiterentwickelt. Hintergrund ist es, die Genauigkeit weiter zu erhöhen und sich vollständig an die GHG Protocol beschriebene Methodik anzupassen. Aus diesem Grund wurde - um die Vergleichbarkeit zu gewährleiten - auch die Vorjahreszahl neu berechnet.
Wir haben uns verpflichtet, den unternehmensweiten Energieverbrauch im Verhältnis zur Fläche bis 2030 um 20% zu senken (im Vergleich zu 2019). Hier helfen beispielsweise die Umstellung auf LED-Beleuchtung in unterschiedlichen Gebäuden sowie die Umsetzung von diversen Energieeffizienzprojekten, die den Stromverbrauch senken.
Aktueller Status (2025): Reduktion von 7% (im Vergleich zu 2019)
Bis 2030 wollen wir ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen in unserer eigenen Geschäftstätigkeit nutzen. Mit unseren elf eigenen Photovoltaikanlagen in fünf verschiedenen Ländern sowie dem Bezug von Ökostrom in bereits 22 Ländern sind wir diesem Ziel bereits nah.
Aktueller Status (2025): 82%
Energieverbrauch und Emissionen reduzieren: Beides verfolgen wir an allen HUGO BOSS Standorten. Dafür setzen wir auf ein konsequentes Umwelt- und Energiemanagement gemäß DIN EN ISO 14001 und 50001, sowie das konzernweit eingeführte GREENBUDGET-Programm zur Förderung von Umwelt- und Energieprojekten.
Im Rahmen unseres Energiemanagements arbeiten wir kontinuierlich an der Reduktion der konzernweiten Energieverbräuche, um CO2-Emissionen zu reduzieren. Mit Hilfe des Monitorings gebäudetechnischer Anlagen an unseren Unternehmensstandorten und des Reportings der Energieverbräuche im Einzelhandel gelingt es uns, Abweichungen und Verbesserungspotenziale schnell zu identifizieren. Im Jahr 2018 haben wir das GREENBUDGET-Programm unternehmensweit eingeführt, mit dem Umwelt- und Energieprojekte im Unternehmen gefördert werden. Die Projekte können von allen Tochtergesellschaften weltweit eingereicht werden und werden auf Grundlage wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte priorisiert. Wir haben an mehreren unserer Produktionsstandorte (Italien, Polen, Türkei und Schweiz) Photovoltaikanlagen installiert und ebenso in mehreren Ländern in Büro-, Lager, Produktionsgebäuden und Stores die bisherige Beleuchtung durch energieeffiziente LED-Beleuchtung ersetzt. Derzeit sind weltweit mehr als 90% der eigenen HUGO BOSS Stores und Outlets mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Dies wird auch bei jeder Neueröffnung und Renovierung eines HUGO BOSS Stores oder Outlets umgesetzt.
Mit unseren elf eigenen Photovoltaikanlagen tragen wir durch die Erzeugung von regenerativer Energie ebenfalls dazu bei, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Insgesamt werden pro Jahr rund 4.900 MWh Strom erzeugt und selbst verbraucht. Dies entspricht einem Jahresverbrauch von circa 986 Vierpersonenhaushalten.
Insgesamt stammt aktuell 82% unseres Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Am Hauptsitz in Metzingen und in allen dazugehörenden Standorten nutzen wir bereits seit 2017 ausschließlich zertifizierten Ökostrom. Auch an weiteren Standorten in 22 weiteren Ländern nutzen wir Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Entsprechend der Anforderungen der UNFCCC an die Unterzeichner der Fashion Industry Charter for Climate Action wollen wir unsere indirekten CO2-Emissionen, die u.a. durch unsere Lieferanten und Partner, entstehen (Scope-3-Emissionen, Kategorie 1&4) um mindestens 50% bis 2030 (im Vergleich zu 2024) senken. Im Fokus stehen dabei die Lieferanten, die durch einen hohen Energiebedarf die meisten Emissionen verursachen – vor allem Lieferanten, die in ihren Prozessen Färben, Gerben, oder beispielsweise beim Beschichten, Dämpfen oder Bügeln viel Energie benötigen.
Da weitreichende Verbesserungen nur gemeinsam möglich sind, kooperieren wir mit verschiedenen Partnern. So sind wir beispielsweise in der Arbeitsgruppe „Global Climate Action for Fashion“ der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) aktiv. Außerdem haben wir in Zusammenarbeit mit der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) und der UNFCCC sowie anderen internationalen Unternehmen aus der Modeindustrie das kostenlose Onlinetraining „Climate Action Training for the Fashion Industry“ entwickelt.
