Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vergütung des Vorstands

Durch die Berücksichtigung von Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage ist die Vergütungsstruktur auf die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens ausgerichtet. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat unter Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Der Aufsichtsrat kann nach seinem pflichtgemäßen Ermessen bei außerordentlichen Leistungen oder Erfolgen eines Vorstandsmitglieds über Sonderleistungen entscheiden. Zur Beurteilung der Üblichkeit der Gesamtvergütung werden Vergütungsinformationen von vergleichbaren nationalen und internationalen börsennotierten Unternehmen herangezogen, die in der Fashion- und Lifestyle-Branche tätig sind. Bei der Zusammenstellung des Vergleichsumfelds berücksichtigt der Aufsichtsrat neben der Branchenzugehörigkeit auch die Marktstellung sowie die Größe und die globale Ausrichtung der Unternehmen.

Das Vergütungssystem des Vorstands ist darauf ausgerichtet, die Steigerung des Unternehmenswerts zu sichern. So sollen entsprechende Zielsetzungen im Bereich der langfristigen variablen Vergütung die nachhaltige und langfristige Entwicklung des Unternehmens fördern. Gleichzeitig stellt die Entwicklung von Umsatz, operativem Ergebnis (EBIT) und Trade Net Working Capital im Verhältnis zum Umsatz entscheidende Zielkomponenten der kurzfristigen variablen Vergütung dar, mit dem Ziel, besser auf kurzfristige Entwicklungen reagieren zu können. Ebenso wurde bei der Gestaltung Wert darauf gelegt, dass überdurchschnittliche Leistungen entsprechend honoriert werden, im Fall von unterdurchschnittlichen Leistungen hingegen gegebenenfalls keine variable Vergütung zur Auszahlung kommt.

Die Vergütungsstruktur sieht als Kernbestandteile neben erfolgsunabhängigen (fixen) Vergütungskomponenten auch erfolgsabhängige (variable) Vergütungskomponenten in Form eines Short-Term-Incentive-Programms (STI) sowie eines Long-Term-Incentive-Programms (LTI) vor. Dabei beträgt der durchschnittliche Anteil der fixen Vergütungsbestandteile an der gesamten Zielvergütung 36 %, der durchschnittliche Anteil der Vergütung aus dem STI 25 % und der Anteil der Vergütung aus dem LTI 39 %, wobei für diese Angaben beim STI und beim LTI jeweils eine Zielerreichung von 100 % unterstellt wird.

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte dem Vergütungsbericht im Geschäftsbericht 2020.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die von der Hauptversammlung festgelegte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in § 12 der Satzung der HUGO BOSS AG geregelt. Das Vergütungssystem wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2020 mit Wirkung zum 30. Juli 2020 angepasst. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Aufsichtsratsmitglieder nach der zuvor geltenden Vergütungsregelung des § 12 der Satzung der HUGO BOSS AG vergütet. Nach dieser Regelung war die Vergütung der Aufsichtsräte in einen fixen und einen variablen Bestandteil aufgeteilt. Der variable Bestandteil bemaß sich nach der Höhe des Ergebnisses je Aktie im Konzernabschluss. Die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters sowie die Mitgliedschaft in den Ausschüssen wurden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt.

Nach dem neu beschlossenen Vergütungssystem entfällt fortan der variable Bestandteil, so dass die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder mit Wirkung zum 30. Juli 2020 ausschließlich fixe Bestandteile beinhaltet. Dabei setzt sich die Vergütung aus zwei Komponenten zusammen: einer Festvergütung, abhängig von der Position des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds, sowie einer zusätzlichen Vergütung für die jeweilige Ausschusstätigkeit.

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte dem Vergütungsbericht im Geschäftsbericht 2020.

Weiterführende Informationen

Entsprechenserklärung

Hier finden Sie die Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der HUGO BOSS AG gemäß § 161 AktG. Die Entsprechenserklärung befasst sich mit der Erfüllung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK).

Unternehmensführung

Börsennotierte Aktiengesellschaften müssen nach § 289a HGB eine Erklärung zur Unternehmensführung abgeben. Diese beinhaltet unter anderem Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.

Konzernstrategie

Die Vision von HUGO BOSS ist es, die begehrteste Fashion- und Lifestyle-Marke im Premiumbereich des globalen Bekleidungsmarkts zu sein. Der Konzern ist überzeugt, dass die weitere Steigerung der Begehrlichkeit seiner beiden Marken BOSS und HUGO dabei den wichtigsten Faktor für den langfristigen Erfolg des Unternehmens darstellt.

Risikomanagement

Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken ist wesentlicher Bestandteil einer guten Corporate Governance. Deshalb ist das Risikomanagementsystem fest im Konzernmanagement von HUGO BOSS verankert.

Steuerstrategie

Das Management von HUGO BOSS ist überzeugt, dass die Entrichtung von Steuern eine wichtige Rolle in dem globalen wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen des Unternehmens spielt. Dazu gehört auch ein adäquates Risikomanagement.

Satzung & Geschäftsordnungen

Hier finden Sie die Satzung sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat der HUGO BOSS AG zum Download als PDF.