HUGO BOSS ASIA ART Award

Asien: Kulturraum im Wandel
Seit 2013 verleihen wir gemeinsam mit dem Rockbund Art Museum in Shanghai den HUGO BOSS ASIA ART Award an Künstler aus dem Großraum China und Südostasien. Ziel ist es, den Austausch in dieser Region zu fördern und Aufmerksamkeit auf die lebendige Kunstszene lenken.

Nominierte für den HUGO BOSS Asia Art Award 2019

Thảo-Nguyên Phan

Thảo-Nguyên Phan, geboren 1987, lebt und arbeitet heute in Ho Chi Minh City. Phan ist eine Multimedia-Künstlerin, deren künstlerische Praxis eine Kombination aus Malereien, Videos, Performances und Installationen umfasst. Durch Literatur, Philosophie und das alltägliche Leben, beobachtet Phan die Mehrdeutigkeiten sozialer Konventionen, historischer Ereignisse und traditioneller Erzählungen und beleuchtet diese dabei kritisch.

EISA JOCSON

Geboren 1986, wurde Eisa Jocson ursprünglich als bildende Künstlerin mit Ballett-Hintergrund ausgebildet. Sie lebt und arbeitet derzeit in Manila und ist zeitgenössische Choreografin und Tänzerin. In ihrem Werk untersucht die Künstlerin die arbeitsbedingten Anstrengungen und verschiedenen Darstellungen des Körpers beim Tanz in der Dienstleistungsbranche. Sie beschäftigt sich außerdem noch mit Themen wie Identität und Genderbildung, sowie sozialer Mobilität auf den Philippinen.

HSU CHE-YU

Hsu Che-Yu, geboren 1985, lebt und arbeitet derzeit in Taipeh, Taiwan, China. Er schafft vor allem Animationen, Videoinstallationen und Erzählungen, die das Verhältnis von Medien und Erinnerungen untersuchen. Er beschäftigt sich nicht nur mit Fragen, wie historische Ereignisse durch Medien verfolgt werden können, sondern auch mit der Konstruktion und Visualisierung von privaten oder kollektiven Erinnerungen. Den geographischen Fokus legt er dabei ausschließlich auf urbane Umgebungen Taipehs.

HAO JINGBAN

Hao Jingban wurde 1985 in der Provinz Shanxi, China, geboren und lebt und arbeitet derzeit in Peking. Durch ein breites Spektrum an Tonmaterial, Aufnahmen, Archivmaterial, Interviews und Voiceovers, beschäftigt sie sich mit komplexen historischen Erzählungen und sozialen Bewegungen. In ihrer Kunst verknüpft sie dieses Material mit den Strukturen des Experimental-, Dokumentar- und Essayfilms und untersucht dabei diese Themenkomplexe aus einer neuen Perspektive.

Plattform für junge Talente

Der vom Rockbund Art Museum in Shanghai kuratierte Preis wirft seit 2013 ein neues Licht auf den Kulturrraum Asien. Er gibt jungen Kunstschaffenden die Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren und sich über Landesgrenzen hinaus zu vernetzen. Damit trägt der Preis der Dynamik im asiatischen Raum Rechnung und dazu bei, die Vielfalt und Unterschiede zwischen den Regionen zu verdeutlichen und sichtbar zu machen. 

Kuratiert vom Rockbund Art Museum in Shanghai und dotiert mit 300.000 CNY, wird der Preis alle zwei Jahre verliehen. Teil des Projekts ist eine Gruppenausstellung der nominierten Künstler, auf deren Basis die Jury aus internationalen Experten den Gewinner auswählt. Künstlerisch reicht die Bandbreite der im Rockbund Art Museum gezeigten Werke von der Malerei über Skulptur und Installation bis hin zur Videokunst und Performance. Im Fokus stehen junge Künstler, deren Werk schon jetzt erkennen lässt, dass sie die Kunstszene Asiens mit prägen werden.  

Li Ming, Rendering the Mind, 2017, multi-channel HD video installation, color, sound 

Bisherige Preisträger

2017 | Li Ming

Li Ming, geboren 1986 in Yuanjiang, China, lebt und arbeitet in Hangzhou, China. In seinen Arbeiten spielen Videos und Videoinstallationen eine bedeutende Rolle. Mings Werke entstehen meist aus einem einzigen Bild, einem Wort, einer Bewegung oder einer Atmosphäre, die seine Aufmerksamkeit erregen und schließlich zu einem Ausdruck seiner Sensibilität, Subtilität, Intuition und Humor werden.

2015 | Maria Taniguchi (Philippinen)

Maria Taniguchis Gemälde, Videos und Skulpturen beschäftigen sich mit Form, besonders die sogenannte „Brick Wall“-Malerei: Die Bilder fordern den Betrachter heraus, sein Verständnis von Malerei und Skulptur, von Raum und Objekt infrage zu stellen. Gleichzeitig wirft Taniguchi Licht auf ein Investment von Zeit und Arbeit, das niemand bemerkt, und damit auf den Wert manueller Arbeit, der oft übersehen wird.

2013 | Kwan Sheung Chi (Hongkong SAR China)

Der 1980 in Hongkong geborene Künstler beschäftigt sich in Videos, Texten und Installationen mit sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Dabei nimmt er die Perspektive der Menschen in der Gesellschaft ein, um alternative Wertesysteme, persönliche Utopien und die Rolle des Künstlers darin zu reflektieren.

Kultur im Überblick

Ausstellungen und Projekte

Kunstausstellungen zu fördern und damit den Dialog zu aktuellen Themen in der Gesellschaft anzuregen, ist fester Bestandteil unseres Engagements. Hierzu arbeitet HUGO BOSS mit renommierten Kunsthäusern weltweit zusammen.

HUGO BOSS PRIZE

Der HUGO BOSS PRIZE zeichnet alle zwei Jahre Künstler aus, deren Werk einen maßgeblichen Beitrag zur Weiterentwicklung der zeitgenössischen Kunst leistet.

Gesellschaftliches Engagement

Kunst und Mode sind eng miteinander verbunden. Deshalb engagiert sich HUGO BOSS auch dafür, jungen Menschen den Zugang zur Kunst zu eröffnen und ihre Kreativität zu fördern.