- Vorstand und Aufsichtsrat von HUGO BOSS empfehlen Aktionären gemeinsam und einstimmig, das freiwillige Übernahmeangebot der Frasers Group nicht anzunehmen
- Der Angebotspreis von 38,00 Euro pro Aktie spiegelt den eigenständigen Wert und das zukünftige Wertschöpfungspotenzial von HUGO BOSS nicht angemessen wider
- HUGO BOSS sieht durch die weitere Umsetzung von CLAIM 5 TOUCHDOWN ein erhebliches Wertschöpfungspotenzial
- Das Angebot wurde einem umfassenden und unabhängigen Prüfungsverfahren unterzogen, einschließlich zweier externer Opinions zur finanziellen Angemessenheit des Angebotspreises
Vorstand und Aufsichtsrat der HUGO BOSS AG haben heute ihre gemeinsame begründete Stellungnahme gemäß § 27 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz („WpÜG“) zu dem am 25. Juni 2026 veröffentlichten freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot (Barangebot) der Frasers Group plc veröffentlicht.
Nach sorgfältiger und unabhängiger Prüfung der Angebotsunterlage und der darin enthaltenen Bedingungen sind Vorstand und Aufsichtsrat von HUGO BOSS zu dem Schluss gekommen, dass die von der Frasers Group angebotene Gegenleistung aus finanzieller Sicht unangemessen ist. Diese Einschätzung wird durch zwei externe Opinions von der Bank of America und Goldman Sachs gestützt. Insbesondere spiegelt der Angebotspreis weder den eigenständigen Unternehmenswert von HUGO BOSS noch dessen mittel- bis langfristiges Wertschöpfungspotenzial wider. Auf dieser Grundlage empfehlen Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären, das Angebot nicht anzunehmen.
Angebotspreis spiegelt Unternehmenswert und Zukunftspotenzial nicht angemessen wider
Der Angebotspreis von 38,00 EUR je Aktie entspricht dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestangebotspreis, der sich aus dem höchsten Preis ergibt, den die Frasers Group bei früheren Erwerben von HUGO BOSS Aktien innerhalb der letzten sechs Monate vor Veröffentlichung der Angebotsunterlage gezahlt hat, und bildet daher eher das rechtlich vorgeschriebene Minimum als eine angemessene fundamentale Bewertung des Unternehmens ab. Der Angebotspreis beinhaltet eine geringfügige Prämie von 4,8 % auf den XETRA-Schlusskurs der HUGO BOSS Aktie von 36,26 EUR am 9. Juni 2026, dem letzten Börsenschlusskurs vor der Bekanntgabe des Angebots. Er entspricht zudem einem Aufschlag von 4,3 % auf den volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs von 36,42 EUR vor Bekanntgabe des Angebots.
CLAIM 5 TOUCHDOWN bietet deutliches Potenzial zur eigenständigen Wertschöpfung
Aufbauend auf einer robusten Business-Plattform und einem integrierten Geschäftsmodell gibt die aktualisierte Strategie von HUGO BOSS, CLAIM 5 TOUCHDOWN, die strategische Ausrichtung bis 2028 vor und soll die nächste Phase nachhaltigen, profitablen Wachstums einleiten. Die Strategie zielt mittel- bis langfristig auf eine EBIT-Marge von rund 12 % sowie einen durchschnittlichen jährlichen Free Cashflow nach Leasingzahlungen von rund 300 Mio. EUR bis 2028 ab und unterstreicht damit das Vertrauen in das eigenständige Wertschöpfungspotenzial von HUGO BOSS. CLAIM 5 TOUCHDOWN soll HUGO BOSS als weltweit führende, technologiegesteuerte, kundenzentrierte Modeplattform im Premiumbereich positionieren, mit einem klaren Schwerpunkt auf der Stärkung des Markenwerts, der Verbesserung der Vertriebsqualität und der Steigerung der operativen Exzellenz.
Angesichts einer starken Bilanz und einer faktisch schuldenfreien Nettofinanzposition (ohne Berücksichtigung von Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16) ist HUGO BOSS bestens aufgestellt, um seine Strategie eigenständig umzusetzen und nachhaltigen, langfristigen Wert für seine Aktionäre zu schaffen. HUGO BOSS erwartet erste sichtbare operative Fortschritte im Geschäftsjahr 2026, darunter Verbesserungen bei der Refokussierung der Marken und Vertriebskanäle, eine schrittweise Verbesserung der Bruttomarge sowie eine weiterhin robuste Free Cashflow-Entwicklung trotz des herausfordernden Marktumfelds.
„HUGO BOSS hat eine überzeugende Strategie, ein starkes Finanzprofil und einen klaren Weg hin zu deutlicher, langfristiger Wertschöpfung“ sagt Daniel Grieder, Vorstandsvorsitzender von HUGO BOSS. „Mit CLAIM 5 TOUCHDOWN konzentrieren wir uns darauf, unsere Marken weiter zu stärken, die Profitabilität strukturell zu verbessern und die Cash-Generierung in den kommenden Jahren zu beschleunigen. Vor diesem Hintergrund sind wir fest davon überzeugt, dass der Angebotspreis den inneren Wert und das langfristige Potenzial des Unternehmens nicht angemessen widerspiegelt. Wir sind fest entschlossen, in den kommenden Jahren für alle Aktionärinnen und Aktionäre substantiellen Wert zu schaffen.“
Angebot ermöglicht der Frasers Group in erster Linie eine Aufstockung ihrer Beteiligung
Vorstand und Aufsichtsrat von HUGO BOSS stellen auf Basis der Angebotsunterlage fest, dass das Angebot primär darauf abzielt, der Frasers Group die Aufstockung ihrer Beteiligung an HUGO BOSS auf über 30 % zu ermöglichen. Darüber hinaus sieht das Angebot keine konkreten Änderungen oder Maßnahmen vor, die sich auf die derzeitige Geschäftsaktivität von HUGO BOSS oder dessen geschäftliche und strategische Ziele auswirken würden. Vorstand und Aufsichtsrat nehmen daher eine neutrale Haltung gegenüber der Absicht der Frasers Group ein, ihre Beteiligung zu erhöhen, und begrüßen deren anhaltende Unterstützung für die Strategie von HUGO BOSS und dessen Managementteam. Auf Grundlage der in der gemeinsamen begründeten Stellungnahme dargelegten Bewertung sowie der Gutachten von der Bank of America und Goldman Sachs halten Vorstand und Aufsichtsrat den Angebotspreis aus finanzieller Sicht für unangemessen.
„HUGO BOSS ist ein starkes Unternehmen mit einer klar fokussierten strategischen Ausrichtung und einem äußerst erfahrenen Managementteam“, sagt Stephan Sturm, Vorsitzender des Aufsichtsrats von HUGO BOSS. „Nach einer umfassenden und unabhängigen Prüfung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass der Angebotspreis finanziell unangemessen ist und nicht den Wert sowie das Zukunftspotenzial von HUGO BOSS widerspiegelt. Wir sind überzeugt, dass die weitere Umsetzung von CLAIM 5 TOUCHDOWN eine nachhaltige Wertschöpfung für alle Aktionärinnen und Aktionäre von HUGO BOSS ermöglicht. Gleichzeitig freuen wir uns darauf, weiterhin eine konstruktive Beziehung zur Frasers Group als größtem Einzelaktionär zu pflegen.“
Vorstand und Aufsichtsrat weisen darauf hin, dass die Aktionäre von HUGO BOSS auf der Grundlage ihrer individuellen Verhältnisse und eigenen Einschätzung der möglichen künftigen Wertentwicklung der HUGO BOSS Aktie selbst entscheiden müssen, ob sie das Angebot annehmen oder nicht.
Unabhängige Bewertung gewährleistet fundierte Corporate Governance
Um eine unabhängige und objektive Bewertung des Angebots zu gewährleisten, hat der Aufsichtsrat einen Transaktionsausschuss eingerichtet. Zur Vermeidung potenzieller Interessenkonflikte war Michael Murray, Chief Executive Officer der Frasers Group und Mitglied des Aufsichtsrats von HUGO BOSS, kein Mitglied des Transaktionsausschusses und hat an keiner Prüfung, Beratung oder Entscheidungsfindung zu Angelegenheiten in Zusammenhang mit dem Angebot teilgenommen. Darüber hinaus haben alle Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, die HUGO BOSS Aktien halten, in der begründeten Stellungnahme erklärt, dass sie nicht beabsichtigen, das Angebot für die von ihnen gehaltenen Aktien anzunehmen.
Gemeinsame begründete Stellungnahme auf Unternehmenswebsite verfügbar
Die vollständige gemeinsame begründete Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats von HUGO BOSS ist kostenfrei bei HUGO BOSS Investor Relations erhältlich und wurde auf der Unternehmenswebsite unter https://group.hugoboss.com/de/investoren/veroeffentlichungen/uebernahmeangebot-frasers-group veröffentlicht.
Bitte beachten Sie, dass ausschließlich die gemeinsame begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat maßgeblich ist. Diese Pressemitteilung stellt keine Ergänzung, Erläuterung oder Zusammenfassung der gemeinsamen begründeten Stellungnahme dar. Den Aktionären von HUGO BOSS wird empfohlen, die von der Frasers Group veröffentlichte Angebotsunterlage, die gemeinsame begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat sowie alle weiteren im Zusammenhang mit dem Angebot veröffentlichten Dokumente sorgfältig und gründlich zu lesen, bevor sie über die Annahme des Angebots entscheiden.
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