Tierwohl

Besondere Verantwortung für das Tierwohl
Ein kleiner, aber wichtiger Anteil der Materialien, die HUGO BOSS für seine Produkte verwendet, wie Leder, Wolle und Daunen, stammt von Tieren. Daraus ergibt sich für uns eine besondere Verantwortung für das Tierwohl. Wir sind uns bewusst, dass die Haltung von Tieren ihr natürliches Verhalten einschränken kann. Daher ist es uns besonders wichtig, mit Organisationen zusammenzuarbeiten, die daran arbeiten, das Tierwohl zu fördern und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.

Bei HUGO BOSS bekennen wir uns klar zu anerkannten Standards für den Tierschutz. Wir lehnen Tierversuche sowie unangemessene Haltungs- und Zuchtmethoden ab. Aus diesem Grund verwenden wir keine Angorawolle, keine Zuchtpelze, keine exotischen Lederarten sowie keine Tierknochen oder Tierzähne. Wir verwenden ausschließlich Leder, das als Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie anfällt. Die von uns eingesetzten Daunen stammen nicht aus Lebendrupf oder Stopfmast. Um Ressourcen verantwortungsvoll und effizient zu nutzen, setzen wir zudem recycelte tierische Fasern ein, beispielsweise zertifizierte recycelte Wolle.

HUGO BOSS hält sich strikt an anerkannte Artenschutzanforderungen wie das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, CITES). Darüber hinaus orientieren wir uns an den Leitlinien der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) und erkennen das Fünf-Domänen-Modell als grundlegendes Prinzip für das Tierwohl an. Die fünf Domänen definieren Mindestanforderungen an physische Faktoren und berücksichtigen insbesondere den psychischen Zustand von Tieren in der Haltung.

Basierend darauf hat HUGO BOSS eine Tierwohl Richtlinie veröffentlicht, die die Erwartungen und Grundsätze des Unternehmens im Bereich Arten- und Tierschutz beschreibt. Diese wurde unter anderem auf Basis der „Animal Welfare Policy Development Guidelines“ der internationalen Tierschutzorganisation FOUR PAWS entwickelt. Dabei wurden auch bereits umgesetzte unternehmensinterne Maßnahmen berücksichtigt. Darüber hinaus arbeiten wir seit vielen Jahren mit Tierschutzorganisationen wie People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) zusammen, um Verbesserungen im Bereich Tierwohl zu fördern.

Zertifizierungen nach anerkannten Standards sind für uns ein wichtiges Instrument zur Förderung von Tierwohl in unseren Lieferketten. Uns ist bewusst, dass solche Standards nicht in jedem Fall eine hundertprozentige Einhaltung aller Anforderungen vor Ort garantieren. Deshalb stehen wir in engem Austausch mit unseren Partnern und Organisationen und unterstützen beispielsweise auch Vor-Ort-Kontrollen auf Farmen.

Darüber hinaus stehen wir alternativen Materialien offen gegenüber, sofern diese unseren Qualitätsanforderungen entsprechen. Deshalb prüfen und testen wir vegane Alternativen. Für unser Engagement, ausgewählte Produkte mit veganen Alternativen zu tierischen Materialien auszustatten, wurden wir bereits 2017 und 2025 mit dem Vegan Fashion Award von PETA Deutschland ausgezeichnet. Im Jahr 2020 präsentierten wir zudem den ersten veganen Herrenanzug von BOSS, der von PETA Deutschland mit dem Label „PETA-Approved Vegan“ zertifiziert wurde.

Vegan Fashion Award 2017

Leder

  • Einsatz bei HUGO BOSS

    Wegen seiner luxuriösen Optik und der besonderen Widerstandsfähigkeit kommt Leder in vielen Produkten von HUGO BOSS zum Einsatz – zum Beispiel in Jacken, Schuhen, Taschen und Accessoires. 2025 machte Leder einen Anteil von 5% aller verwendeten Materialien aus.

  • Tierschutz-Aspekte

    HUGO BOSS verwendet nur ausgewählte Ledersorten. Wir haben uns darauf festgelegt, dass nur Häute und Felle die als Nebenprodukte in der Lebensmittelindustrie anfallen, verwendet werden. Die Verwendung von Leder hat auch ökologische Aspekte, zum Beispiel im Gerbeprozess. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Maßnahmen

    Seit Ende 2016 verzichtet HUGO BOSS auf den Gebrauch von Zuchtpelzen sowie auf exotische Ledersorten. Stattdessen werden ausschließlich Häute und Felle, die als Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie entstehen. In ausgewählten Styles werden zudem vegane Imitate verwendet. 

Wolle

  • Einsatz bei HUGO BOSS

    HUGO BOSS verwendet hochwertige Wollarten wie Merinowolle für Strickwaren, Anzüge und weitere Produkte. Dieses Naturmaterial bietet zahlreiche Vorteile: Es ist temperaturregulierend, angenehm auf der Haut und besonders langlebig. Im Jahr 2025 machte Wolle 6 % der von uns eingesetzten Materialien aus.

  • Tierschutz-Aspekte

    Wolle ist eine der wichtigsten Fasern, die von Tieren im Rahmen der Textilproduktion gewonnen wird. Eine verantwortungsvolle Wollbeschaffung beinhaltet eine artgerechte Schafhaltung, die die schonende Scherung der Tiere und vor allem den Verzicht auf das schmerzhafte Mulesing-Verfahren beinhaltet. Bei HUGO BOSS arbeiten wir daran, den Einsatz von mulesing-freier Wolle immer weiter zu steigern. 68% der von uns eingesetzten Wolle ist aktuell mulesing-frei. Bis 2030 verfolgen wir das Ziel, ausschließlich mulesing-freie Wolle zu verwenden. Unsere Intention der Steigerung des Einsatzes mulesing-freier Wolle haben wir mit der Unterzeichnung des "Brand Letter of Intent" der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN nochmal verdeutlicht.

  • Maßnahmen

    Die Animal Welfare Policy von HUGO BOSS beschreibt alle Anforderungen an eine verantwortungsvolle Wollbeschaffung und berücksichtigt insbesondere die genannten Tierwohlaspekte.

    Gemeinsam mit Initiativen wie dem Responsible Wool Standard (RWS), ZQ Merino und weiteren Organisationen erhöhen wir kontinuierlich den Anteil von Wolle aus bevorzugten Quellen. Dies beinhaltet auch die Verwendung von recycelter Wolle. 

    Darüber hinaus hat HUGO BOSS die Verwendung von Angorawolle vollständig eingestellt, da ihre Gewinnung in der Regel mit Verfahren verbunden ist, die für die Tiere erhebliche Schmerzen verursachen.

Daune

  • Einsatz bei HUGO BOSS

    Die spezielle Art der Feder überzeugt durch seine thermoregulierenden Eigenschaften. Deshalb kommt sie bei HUGO BOSS vor allem im Bereich der Outerwear zum Einsatz. Daune machte 2025 einen Anteil von weniger als 0,1% des verwendeten Materials aus.

  • Tierschutz-Aspekte

    Auch hier kommt es auf eine artgerechte Tierhaltung an. Eine besondere Problematik stellen Zwangsfütterung und schmerzhafter Lebendrupf dar.

  • Maßnahmen

    HUGO BOSS verwendet ausschließlich Daunen, die ohne Lebendrupf und Zwangsfütterung gewonnen werden und deren Ursprung zurückverfolgt werden kann. 100% der eingesetzten Daunen sind daher nach dem Down Pass zertifiziert oder sind recycelt.

Weitere tierische Fasern

  • Kaschmir

    HUGO BOSS verwendet Kaschmir aufgrund seines besonders weichen Griffs für ausgewählte hochwertige Strickwaren. Im Jahr 2025 machte Kaschmir rund 0,2 % der von uns eingesetzten Materialien aus.

    Zur Förderung von Tierwohlstandards in der Kaschmirproduktion hat HUGO BOSS an der Entwicklung des „The Good Cashmere Standard®“ der Aid by Trade Foundation mitgewirkt. Der Standard basiert auf dem Fünf-Domänen-Modell zur Verbesserung des Tierwohls und umfasst zusätzlich soziale sowie ökologische Kriterien.

    Im Rahmen unseres Ziels, bis 2030 100 % unserer wichtigsten natürlichen Materialien aus bevorzugten Quellen zu beziehen (gemäß der HUGO BOSS Materialstrategie), arbeiten wir kontinuierlich daran, den Anteil zertifizierten Kaschmirs zu erhöhen. Bereits 2025 erreichten wir einen Anteil von 72 % zertifiziertem Kaschmir.

  • Mohair

    Mohair machte 2025 weniger als 0,1 % der von uns eingesetzten Materialien aus. Bei HUGO BOSS verwenden wir ausschließlich Mohair aus Quellen, die nach dem Responsible Mohair Standard (RMS) zertifiziert sind. Der RMS fördert eine artgerechte Ziegenhaltung und eine schonende Schur. Neben Tierwohlaspekten adressiert der Standard auch einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Umwelt.

  • Seide

    Wir sind uns bewusst, dass die Seidenherstellung im Hinblick auf das Tierwohl kritisch zu betrachten ist. Der Einsatz bei HUGO BOSS ist mit weniger als 0,1% aller verwendeten Materialien äußerst gering. Wo möglich, arbeiten wir mit alternativen, pflanzenbasierte Textilfasern, die herkömmlicher Seide ähneln. Dazu zählen beispielsweise die aus Holzfasern gewonnenen Stoffe Modal oder Tencel.

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