Wesentlichkeits­analyse

Basis der Nachhaltigkeitsstrategie von HUGO BOSS
Um zu ermitteln, welche Nachhaltigkeitsthemen für HUGO BOSS und seine Stakeholder besonders relevant sind, führt das Unternehmen seit 2015 eine Wesentlichkeitsanalyse durch und prüft diese jährlich. Die Analyse haben wir zuletzt im Jahr 2025 gemäß den Anforderungen der ESRS 1 durchgeführt und an die Anforderungen der CSRD angepasst. Die bei der umfangreichen doppelten Wesentlichkeitsanalyse gewonnenen Erkenntnisse bilden die Basis unseres Nachhaltigkeitsmanagements.

Wie wurde die Analyse durchgeführt?

HUGO BOSS Experten haben mit zahleichen internen Stakeholdern die wesentlichen Nachhaltigkeitsauswirkungen, -risiken und -chancen unseres Unternehmens ermittelt. Diese Zusammenarbeit erfolgte größtenteils in Form von Interviews und Sekundärforschung, wobei auch die Ergebnisse früherer Wesentlichkeitsanalysen berücksichtigt wurden. Darüber hinaus haben wir die Perspektiven externer Stakeholder durch interne Experten einbezogen. Parallel dazu haben wir im Rahmen unseres Risikomanagementprozesses die finanziellen Risiken und Chancen für nachhaltigkeitsbezogene Themen bewertet. Bei unserer Bewertung der Wesentlichkeit der Auswirkungen wurden Umfang, Ausmaß, Unabänderlichkeit und Wahrscheinlichkeit positiver und negativer sowie tatsächlicher beziehungsweise potenzieller Auswirkungen berücksichtigt. Für menschenrechtsbezogene Auswirkungen hatte die Beurteilung entsprechender Schweregrade Vorrang vor der Wahrscheinlichkeit. Im Rahmen unserer finanziellen Wesentlichkeitsanalyse bewerteten wir die finanzielle Wesentlichkeit von ESG-Risiken und -Chancen, ihre Wahrscheinlichkeit sowie die Art der finanziellen Auswirkungen.

Wesentlichkeit der Auswirkungen („Inside-Out”-Perspektive)

Die Bewertung der Wesentlichkeit der ESG-Auswirkungen begann mit der Entwicklung eines umfassenden Katalogs von ESG-Auswirkungen. Die Bewertung umfasste tatsächliche und potenzielle Auswirkungen auf die Umwelt sowie auf die Menschen in der Wertschöpfungskette, von unseren eigenen Aktivitäten bis hin zu vor- und nachgelagerten Stufen. Bei der Bewertung der Wesentlichkeit sämtlicher identifizierter positiver und negativer Auswirkungen verfolgte HUGO BOSS einen systematischen Ansatz, wobei die ESRS-Kriterien als Grundlage dienten, um Klarheit und Konsistenz im Bewertungsprozess zu gewährleisten. Zur Bestimmung der Wesentlichkeit aller identifizierten Auswirkungen bewertete HUGO BOSS deren Schweregrad und Wahrscheinlichkeit und definierte einheitliche Schwellenwerte.

Finanzielle Wesentlichkeit („Outside-In“-Perspektive)

HUGO BOSS verfolgte einen systematischen Ansatz, um die Wesentlichkeit sämtlicher identifizierten ESG-Risiken und -Chancen zu bewerten. Die Bewertung begann mit der Festlegung eines Rahmenwerks sowie definierter Richtlinien für die Risiko- und Chancenbewertung. Das Team analysierte sämtliche gesammelten Daten, einschließlich einer detaillierten Überprüfung kritischer Faktoren wie der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Folgen von Risiken für unser Unternehmen. Darüber hinaus wurde die finanzielle Wesentlichkeit aller auf qualitativer Basis identifizierten ESG-Risiken und -Chancen bewertet.

Konsolidierung und Validierung

Die Ergebnisse beider Bewertungen wurden entsprechend konsolidiert, gemeinsam intern überprüft und zur abschließenden Validierung mit allen am Bewertungsprozess beteiligten internen Stakeholdern sowie der zuständigen höheren Führungsebene geteilt. Eine detailliertere Beschreibung des Prozesses ist in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung des Geschäftsberichts 2025 aufgeführt.

Übersicht der für uns wesentlichen ESG-Themen

  • Umwelt
    • Klimaschutz
    • Anpassung an den Klimawandel
    • Energie
    • Wasserverschmutzung
    • Bodenverschmutzung
    • Besorgniserregende und besonders besorgniserregende Stoffe
    • Mikroplastik
    • Wasserentnahme
    • Biologische Vielfalt und Ökosysteme
    • Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung, Ressourcenabflüsse
    • Abfälle
  • Soziales
    • Arbeitsbedingungen (eigene Belegschaft) 
    • Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle (eigene Belegschaft)
    • Arbeitsbedingungen (Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette) 
    • Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle (Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette)
    • Sonstige arbeitsbezogene Rechte (Arbeitskräfte in der Wertschöfpungskette)
    • Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer
  • Governance
    • Unternehmenskultur
    • Schutz von Hinweisgebern (Whistleblower)
    • Tierschutz
    • Management der Beziehungen zu Lieferanten (einschließlich Zahlungspraktiken)